Samstag, 8. Dezember 2012

Liebe Blogger,

Ich finde es schwierig diese Frage zu beantworten, weil ich mich nicht in eine solche Situation versetzen kann. Wenn ich aber den Fall von Güli Dogan anschaue, dann fallen mir einige Dinge auf. Güli ist heute etwa so alt wie ihre Mutter damals, als sie in die Schweiz gekommen ist. Güli beherrscht das Schweizerdeutsch wie ihre Muttersprache und hat sich bestens integriert. Ihre Mutter konnte damals die Sprache nicht und integrierte sich auch nicht gut. Deshalb glaube ich, dass die Schule und Ausbildung eine der wichtigsten Rolle spielt bei der Integration. Man lernt die Landessprache, man hat Freunde und man wird automatisch in die neue Kultur eingebettet. Da hatte Güli, und auch andere, die als Kinder in ein neues Land kamen, einen grossen Vorteil.
Damit sich das Problem der Integration der erst Generationen verbessert, müssen sicher beide Seiten mithelfen, doch das ist gar nicht so einfach. Ich bin in der Nähe eines Hauses aufgewachsen, das nur von Migranten bewohnt war. Die Kinder gingen in die selbe Primarschule wie ich und beherrschten bald die Sprache. Doch die Mütter gingen den ganzen Tag nicht aus dem Haus und wenn, dann nur mit Kopftuch und zwei, drei Freundninnen, die ebenfalls Migrantinnen waren. Sie waren fremd für mich und wir wahrscheinlich fremd für sie. Für mich schien es oft so, als lebten sie in ihrer eigenen Welt und wollten nichts von uns wissen. Vielleicht wollten sie sich gar nicht anpassen, weil ihre Kultur ihnen wichtig war.
Was Katharina sagt, stimmt natürlich. Diese Institution hilft den Menschen sicherlich, was wir selber miterlebt haben (Sprache etc.).

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